Vertiefende Einführung in die Grundprinzipien der Montessori-Pädagogik 

Mehrere Kollegen unserer Schule, Eltern und Gäste von außerhalb kamen an zwei Wochenenden in den Genuss eines Seminars zur Vorbereitung auf die Montessori-Pädagogik. Wir lernten in diesen vier Tagen nicht nur Grundlegendes und Nützliches für unseren Unterricht, sondern hatten auch die Möglichkeit, uns ausgiebig mit Lehrern anderer Schulen auszutauschen. So machten gute Tipps zum Selberbasteln von Materialien ebenso die Runde wie neue Ideen für spannende  Einstiege oder sinnvollen Austausch zwischen den Klassenstufen, die wir teilweise direkt in der folgenden Unterrichtswoche ausprobierten.

Der erste Freitag war ein anstrengender Eingewöhnungstag, an dem wir – in ähnlichem Stil wie unsere Schüler dies häufig tun – in Gruppenarbeit lasen, wichtige Punkte herausarbeiteten und zum besseren Verständnis schöne bunte Poster gestalteten. Nachdem wir uns auf diese Weise sehr ausführlich dem Leben und Wirken Maria Montessoris beschäftigt hatten, tauchten wir am Samstag in grundlegende Gedanken Maria Montessoris zur Entwicklung des Kindes ein. Wir trotzten den manchmal kurios übersetzten Texten, versuchten, sie auch in ihrem geschichtlichen Zusammenhang zu verstehen und entlockten ihnen sehr interessante Aspekte. Bei diesen prüften wir dann, ob und wie wir sie in unseren Alltag integrieren könnten und entwickelten konkrete Beispiele. Stärken konnten wir uns in den Pausen an einem tollen (von uns selbst vorher bestückten) bunten Buffett.

Am zweiten Wochenende wurden die Themen konkreter: am Freitag erarbeiteten wir in der altbewährten Form, welche wichtigen Teile der Montessori-Unterricht beinhaltet und welche Punkte für welche Altersstufe vonnöten und von Interesse sind. Und dann, das Highlight: für einen Vormittag wieder Kind sein! Aus einem riesigen Angebot an teilweise fremd anmutenden Materialien durften wir uns am Samstag Dinge aussuchen und sie ausprobieren. Zur Unterstützung gab es auch schriftliche Anleitungen, aber wer braucht die schon, wenn er forschen darf: Der Aha-Effekt beim Spielen mit dem super-genialen Mathe-Schachbrett ist ein grandioses Gefühl… Am Nachmittag stellten wir uns gegenseitig die neu gewonnenen Erkenntnisse zu den Materialien vor und führten den Rest der Gruppe jeweils in die Handhabung ein. Zum Abschluss klärten wir noch offene Fragen und eilten gedanklich bereits voraus zum nächsten Kurs …

Stephanie Vogel