Was uns ausmacht

Immer wieder wurden und werden wir gefragt: „Was ist denn das Besondere an der FSL? Was unterscheidet euch von anderen Schulen? Die anderen haben inzwischen doch auch Freiarbeit ...?“

Im zwölften Jahr nach der Gründung Grund genug, uns zu fragen, uns zu reflektieren, was es denn nun ist. Was übrig ist von den Gründungsideen und wo wir vielleicht auch ein neues „Gesicht“ entwickelt haben.

Die erste Idee war, Eltern zu fragen, was denn ihre Gründe waren oder sind, ihr Kind an der FSL anzumelden. Schnell wurde klar: Die GRÜNDE sind so vielfältig wie die Menschen.

Wir sind dann 2016 in einen großen Prozess gegangen, in dem wir uns, Pädagogen, Eltern, Schüler, Ehemalige und Wegbegleiter gefragt haben, was für jeden von uns FSL bedeutet. Was unsere ganz individuellen Gründe sind, hier zu sein. Als Pädagogen, Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien,- und aus all den Antworten haben wir 10 Punkte heraus kristallisiert, WAS UNS als Schule AUSMACHT.

Es sind Punkte, die die Organisationsform betreffen, Punkte, was wir methodisch und inhaltlich anders machen als andere Schulen, vor allem aber war uns wichtig, immer wieder die Frage zu stellen, WARUM wir manches anders machen.

Ihr findet diese „Essenz“, diese 10 Punkte auf der Startseite der Homepage unter „Was uns ausmacht“.

In den nächsten Newsletters wollen wir sie euch nach und nach vorstellen. Die einzelnen Punkte, aber vor allem ihre Hintergründe, und was es bedeutet, sie im Schulalltag zu leben.  

Über allem aber steht das Ziel, die Frage nach dem „Warum?“

Und damit wollen wir in diesem Newsletter auch beginnen:

„Das Ziel dieser Bildung sind Menschen, die ein erfülltes und glückliches Leben in Frieden mit sich selbst, mit den Mitmenschen und in Verantwortung für die Welt leben.“

Diesen Satz haben wir der  Präambel des Konzepts der Schulen im Montessori Landesverband Bayern e.V. entnommen, bei dem wir seit 2014 Mitglied sind.

In ihm wird deutlich, dass wir einen Anspruch an uns haben, der weit über Schulabschlüsse und gute (inhaltliche) Bildung hinausgeht. Der weit über das hinausgeht, was Leistungsstandards als Bildung definieren. Natürlich wollen wir das AUCH. Aber eben nicht als Selbstzweck.

Denn Dinge zu wissen und zu können ist das Eine, wie und wofür man sein Wissen und Können einsetzt, etwas ganz anderes.

Wir wollen deshalb allen Kindern und Jugendlichen, die bei uns sind, Lernerfahrungen ermöglichen, die sie erleben lassen: Auf mich kommt es an! Auf mein Wissen, auf mein Können, auf mein Wesen, auf meinen Einsatz, auf mein Interesse... Wir wollen Felder öffnen sich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen, Ideen zu entwickeln und umzusetzen und so unsere Schule und ihre Umgebung mit zu gestalten und weiter zu entwickeln.  Gandhi hat es so gesagt: „Be the Change you wish to see in the world“.

Denn das ist die zweite Frage, die wir immer wieder hören:

„Schaffen es eure Kinder denn nach der FSL in der Welt? Sind sie gut vorbereitet? Können sie genug und das Richtige? Kommen sie zurecht in der Welt wie sie eben nun mal ist?“

Vor dem Hintergrund von „Ziel dieser Bildung sind Menschen…“  würden wir es so sagen: „Ja, schaffen sie. Gut sogar! Das haben sie inzwischen vielfach bewiesen.“  Aber vor allem: „Ist die Welt, wie sie nun mal ist, denn so, wie wir sie uns wünschen? Nein? Nicht so ganz? Dann wünschen wir uns doch Menschen, die die Kompetenz, aber vor allem auch die Visionskraft und die Energie und den Mut haben sie so (umzu-) gestalten, dass sie für uns und die, die nach uns kommen, lebenswert wird.“

Aus diesem Ziel ergibt sich alles andere: Wie wir organisiert sind, wie wir arbeiten, wie wir lernen, wie wir unsere (Schul-)Gemeinschaft gestalten, wen wir bei uns einstellen und aufnehmen, warum wir auf staatliche Anerkennung bewusst verzichten und wie wir trotzdem seit Jahren sehr erfolgreich auf stattliche Schulabschlüsse vorbereiten.

In den nächsten newslettern erfahrt ihr mehr dazu in den einzelnen Punkten unseres

„Was uns ausmacht“.