Und immer wieder Vielfalt. Wie ich als Mutter den BüZ Besuch erlebte

Vom 21. bis zum 24. März hatte die FSL im Rahmen des BüZ Besuch. Vertreter von 5 Schulen aus 4 Bundesländern hatten ein flottes Pensum. Das zumindest konnte ich dem Ablaufplan entnehmen. Für mich als Mutter einmal mehr ein Grund, zu bewundern, was zum einen die Freie Schule an Organisation leistet - und auch, dass andere Schulen sich die Zeit nehmen, in den Dialog zu treten. Mir selbst war es vergönnt, an zwei Terminen teilzunehmen. Hätte meine Zeit es erlaubt, wäre ich gerne noch weiter in die Materie eingetaucht. Doch auch so bekam ich interessante Einblicke und Denkanstöße. Am Donnerstag besuchte ich den Gesprächskreis im Musikraum. Einige Eltern hatten sich eingefunden und wurden sehr freundlich von drei Mitgliedern des AK16 zu einigen Themen befragt. Für mich so besonders war, dass alle der teilnehmenden Schulen der einmal nicht aus Bayern waren, sondern zum Beispiel aus Berlin, Schleswig Holstein und Niedersachsen. Bei letztgenannter Schule, so wurde uns erklärt, handelt es sich um eine staatliche Grundschule mit 340 Kindern, in der die Noten abgeschafft wurden. Das nötigte allen beteiligten Eltern Respekt ab. Statt der Noten gibt es dort ein Kompetenzraster, in etwa vorstellbar wie Prozente.  Darauf weiter einzugehen blieb leider keine Zeit. Die drei an diesem Termin teilnehmenden Mitglieder des AK16 wollten schließlich Antworten auf ihre Fragen. Unter anderem, wie wir als Eltern merken, wann unsere Kinder aus eigenem Antrieb lernen. Schnell wurde deutlich, dass wirklich jedes Kind eine eigene Persönlichkeit hat, eine eigene Motivation. Und dass damit einhergehend auch eine Vielfalt an Antworten besteht.  Es kristallisierte sich in dem Gespräch aber auch heraus, dass Leistungsdruck, ein Müssen, wahre Motivationskiller sind.  Da wohl viele Eltern sowohl das eine - nämlich ein begeistertes und lernhungriges, als auch ein demotiviertes und an unpassender Stelle gefordertes Kind - schon erleben konnten, herrschte schnell ein Redebedarf. Wofür der zeitliche Rahmen leider nicht ausreichte. Doch die AK Mitglieder schafften es auf virtuose Weise, die kurze Begegnung einzuhalten, ohne uns Eltern das Gefühl zu geben, abgewürgt zu werden. Am darauffolgenden Tag durfte ich beim Feedback zuhören.  Es macht einen als Eltern schon stolz wenn die für das Kind gewählte Schule von Außenstehenden so wertgeschätz wird. Auch hier fiel der Begriff Vielfalt mehrmals. Da die Vertreter des K16 angehalten waren, auch ein paar Anregungen für die Zukunft auszusprechen, war ich gespannt, deren Meinung zu hören. Doch außer, dass die freien Angebote eventuell einen Platz in den Vormittagen haben sollten, auch in Hinblick auf mehr Naturwissenschaften und Technik, konnte ich den Aussagen nichts weiter entnehmen.

Was mir an Eindrücken bleiben wird ist, dass es schön ist zu sehen, dass auch andere Schulen flexibel bleiben und über den eigenen Tellerrand hinaussehen. Das lässt hoffen. Und dass es wichtig ist, sich immer wieder, egal in welchem Bereich, mit anderen Menschen auszutauschen.