Werkschauen

Die jetzt im Februar wieder anstehenden „Werkschauen“ sind einer von 4 „Bausteinen“ der

(Leistungs-)Rückmeldung an unserer Schule

Neben

  • den Lernzielgesprächen (was sind die nächsten Inhalte und Schritte für mich/dich?)
  • den Schüler-Eltern-Pädagogen-Gesprächen (Wo stehe ich/wo stehst du? Wie erlebe ich mich in Bezug auf mein Lernen/Arbeiten? Wie erleben wir dich? Wo habe ich Erfolgserlebnisse und wo tue ich mich schwer? Was sind anstehende Ziele und Schritte?)
  • und den IzEL (schriftliche Informationen zum Entwicklung- und Lernprozess am Schuljahresende)
    sind die
  • Werkschauen der 4. Baustein zur (Leistungs-)Rückmeldung an unserer Schule.

In den Werkschauen zeigen die Kinder und Jugendlichen ihren Eltern, was sie „so den ganzen Tag machen“:  Also ihre Arbeitsergebnisse, Hefte, Projektergebnisse… aber auch (Freiarbeits-) Material mit dem sie sich gerade beschäftigen und die Rückmeldungen aus den Nachmittagsangeboten.

Die Schwerpunktsetzung ist in den unterschiedlichen Altersstufen natürlich unterschiedlich:

Bei den Jüngsten in Ankommen erleben die Eltern die Werkschau als „Eltern-Kind-Freiarbeit“. Kind und Eltern bilden dabei ein Team und auf den ersten Blick sieht es im Stammgruppenraum so aus, als wären alle ins Spielen, Malen oder Bücherlesen vertieft und genießen die gemeinsame Zeit. Die Szene erinnert eher an Freizeitbeschäftigung an einem verregneten Wochenende denn an Schule. Tatsächlich ist es eine gemeinsame Zeit, in der die Schüler das Zepter in der Hand haben und entscheiden, was sie den Eltern zeigen werden oder welche Aufgaben sie gemeinsam lösen möchten. Es wird mit Perlen gerechnet, der Satz der Woche geschrieben und Wortarten bestimmt, die zahlreichen Montessori Materialien erkundet, Hefte und Ordner durchgeblättert, gearbeitet, gelacht und ausprobiert. Die Eltern können nun selbst erleben was Freiarbeit bedeutet, wo und wie die Kinder sich im Raum bewegen und womit sie sich beschäftigen. Faszinierend ist, dass bei aller Geschäftigkeit konzentriert und ruhig gearbeitet wird und wunderschön zu sehen, wie stolz die Kinder sind, einmal alles gemeinsam mit den Eltern erleben und ihnen zeigen zu dürfen.

 In den oberen Stufen ab Erweitern verschiebt sich der Schwerpunkt der Werkschauen zunehmend in Richtung „Ausstellung“ und Gespräch. Die SchülerInnen erstellen im Vorfeld mindmaps, anhand denen sie bei der Werkschau den Eltern vor allem einen Überblick gewähren: „Das waren  meine Themen in diesem Halbjahr, damit habe ich mich auseinander gesetzt, das hab ich alles geschafft“.

Allen gemeinsam ist, dass die Kinder diesen Nachmittag/Abend/Samstag (je nachdem) „leiten“.
SIE zeigen den Eltern ihre Arbeit, SIE präsentieren, was sie gemacht haben, SIE stehen Rede und Antwort, wo es Nachfragen gibt. Denn nachfragen dürfen und sollen die Eltern durchaus: „Zeig mir mal…“

In allen Formen geht es also um weit mehr als um Information.

Es geht darum, MIT den Kindern und Jugendlichen über ihre Arbeit ins Gespräch zu kommen. Zu verstehen, wie sie arbeiten, was sie tun. Sich zeigen und erklären, sich beeindrucken und inspirieren zu lassen, aber auch kritisch zu hinterfragen, wo etwas unklar blieb oder Eltern das  Gefühl haben, dass ein Kind/Jugendlicher sein Potential noch nicht ausschöpft.

In diesem Verständnis freuen wir uns auf die nächsten „Werkschauen“.