Stimmungsbericht Schulentwicklungstag

Die Einladung klang interessant - aber, sah ich mich dort? Wir sind nur noch ein Jahr an der FSL, dann gehen 10 Jahre zuende. Die Mitgestaltung einer Zukunft, an der wir nicht mehr teilhaben werden - macht das Sinn?

 

Wir kamen – als Familie ... und es war für jeden von uns bereichernd.

Überwältigend: so viele Interessierte hatte ich nicht erwartet. Schüler aus allen Stufen; Pädagogen und Pädagoginnen; erfahrende FSL-Eltern neben Eltern und deren Kinder, die erst ab September einsteigen; ehemalige FSL-Schüler; selbst die Kleinsten konnten integriert werden durch eine angebotene Kinderbetreuung. 

Ablauf des Tages in Stichworten:

10 Uhr pünktlicher Beginn: Sabine erklärt die Absicht dieses Tages: der Mietvertrag für die Schule  läuft bald aus,  inwieweit schränken die Umbauarbeiten und daraus resultierende Umgestaltung der Hinteren Insel den Standort der Freien Schule Lindau ein? Schule möchte frühzeit kreativ mitdenken, um eigene Vorstellungen in die Ausschreibung  einzubringen.

 

Drei Fragen wurden mit der Methode des World-Cafes bearbeitet: 

a) Was ist an der Freien Schule gut, was gelingt sehr gut?

b) Welche Rahmenbedingungen gibt es dafür?

c) Welche neuen Rahmenbedingungen braucht es dafür?

 

Mittagessen

 

Weiterer Ablauf:

  • Meditation: Was sehe und fühle ich zur Freien Schule?
  • Spaziergang in Gruppen: Welche Hindernisse erwarte ich auf dem Weg zur neuen FSL?
  • Parallel gestalteten die anwesenden Kids die neue Schule
  • Offener Austausch mit Beschluss für die weiteren Schritte

 

Drei Arbeitsgruppen wurden festgelegt:

  • Peter Altenried: Verlängerung des Mietvertrags
  • Nina Baur: Was ist die pädagogische Ausrichtung der Schule? Welche Rahmenbedingungen braucht es?
  • Manuela Köhler: Wie soll ein Außengelände der FSL aussehen? Wie formulieren wir das in der laufenden Ausschreibung?

 

FAZIT: Die allgemeine Stimmung stand deutlich auf Verbleib am jetzigen Standort, dabei mit Konzentration auf das weitere Herausschälen der pädagogischen Arbeit. Der einzelne Mensch benötigt hierfür Raum und Begleitung - ebenso braucht es die Schulgemeinschaft, um die "Hintere Insel" nicht nur mitzugestalten sondern vor allem zu beleben. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stimm(ung)en

 

"Der Tag in der Schule war bis jetzt der beste, den ich hier erlebt habe." 

Schüler, 10 Jahre alt

 

"Mir hat am besten gefallen, dass ich mich auch mit Erwachsenen unterhalten konnte, sie mir zugehört haben und meine Meinung wichtig war. Aber auch ihre Meinung fand ich spannend" 

Schülerstimme, 13 Jahre

 

"Erstaunlich für mich war, dass es so viele verschiedene Ansichten zu einem Thema gab. Auf so viele Argumente wäre ich selber gar nie gekommen." 

Schülerin, 15 Jahre

 

"Wir haben es sehr genossen, von Beginn an integriert zu sein. Super spannend fanden wir die Begegnungen mit langjährigen Eltern. Vor allem die Gespräche mit den anwesenden Schülern hat uns bereichert und noch mehr begeistert für die Schule. Wir freuen uns alle auf September"  

Neueltern ab September 2016

 

"Faszinierend, wie schnell man  mit so vielen verschiedenen Menschen verschiedenen Alters und verschiedenen Rollen in Kontakt kommen kann, sich dabei konstruktiv über gestellte Fragen unterhalten kann, wie gut die Balance zwischen Zuhören und Reden gelingen kann - wunderbar." 

FSL-Elternteil

 

"Eigentlich bin ich aus Pflichtbewusstsein an einem Samstag so früh aus dem Bett gekrochen - und gehe völlig erfüllt, zufrieden und fast glücklich nachhause. Die Begegnungen waren wertvoll, so leicht der Tag. Danke. Ich komme wieder." 

langjähriges Elternteil der FSL

 

"Mir scheint, hier entsteht ein neuer Gedanke: es wird nicht nur diskutiert, man beachtet auch eine Realisierung und Umsetzung. Das hat mir bislang sehr oft gefehlt in der FSL." 

langjähriger FSL-Vater

 

"Pünktlich, klar organisiert, effektiv, super spannend, bin begeistert." 

FSL-Eltern

 

"Schade, dass so wenig Schüler da waren." 

Schülerstimme, 10 Jahre

 

"Durch die Kinderbetreuung konnte ich mich voll und ganz auf den Tag konzentrieren. Wohltuend. Danke." 

Neumutter

 

"Buffet war lecker - schon allein ein Grund zu kommen." 

FSL-Schüler

 

"Mein Sohn hat sich nach dem Tag gleich an den PC gesetzt und eine neue Schule konstruiert" 

Mutter von 14jährigem Schüler

 

"Was für ein Geschenk, dass wir solche Menschen wie Robert Pakleppa an unserer Schule haben. Sein Team um den Schulhausdialog haben diesen Tag wunderbar gestaltet. Dass ein Treffen mit so vielen unterschiedlichen Menschen so effektiv, inspirierend und begeisternd verlaufen kann ist ihnen und dieser Kommunikationsmethode "World-Cafe" zu verdanken. Mehr davon." 

FSL-Mutter

 

"Ich selber war angetan von der eingebrachten Energie aller Anwesenden. Es war eine tolle Gelegenheit, so viele verschiedene Meinungen und Stimmungen zu hören. Als Gastgeberin an einer Tafel war auffallend, dass keiner auf materielle und räumliche Rahmenbedingungen eingegangen ist. Alle waren hier zufrieden. Menschliche und pädagogische Rahmenbedingungen standen klar im Vordergrund. Umso erstaunter war ich, dass der Nachmittag  auf einen Neubau aufbaute, dass wir neu bauen würden und wie das aussehen sollte." 

FSL-Mutter

 

"War alles toll. Aber - mir waren viel zu wenig Pädagogen anwesend. Das hat mich erstaunt. Sie müssten doch  vor allem interessiert sein beim Thema Schulentwicklung. Es betrifft sie doch direkt."

FSL-Vater

 

"Wie schön, Schüler zu erleben, die nicht mehr an der Schule sind. Das hätte ich mir als Schüler nie vorstellen können, freiwillig an einem Samstag in meine ehemalige Schule zu gehen um mitzugestalten. Für mich sowieso unvorstellbar,  nach Schulende jemals wieder feiwillig in diese Schule zu wollen. Da muss was Großartiges entstanden sein hier an der FSL. Bin völlig beeindruckt." 

FSL-Vater

 

"Mir ist nicht bange wegen des Standortes. Solange die Pädagogen stimmen, das Konzept, die Elternschaft passt, passt für mich alles. Da kann ich die Schule an fast jedem Ort sehen." 

FSL-Vater

 

"Ich will hier nicht weg." 

FSL-Mutter

 

"Bin schon ein wenig bedrückt - wir haben uns natürlich auch wegen diesem tollen Standort an der Schule angemeldet. Dass im Raum steht, von hier weg zu müssen, das gefällt mir im Moment noch nicht so. Ich denke und hoffe, dass es hier noch Möglichkeiten gibt, die noch nicht ausgeschöpft wurden." 

Neu-Vater ab September 

 

"Die Schule müsste sich mehr öffnen nach außen. Mehr Verbindungen zu der Stadt, der Politik, den Ämtern knüpfen um konkrete Forderungen und Unterstützung zu bekommen. Es müsste doch ein Interesse der Stadtverantwortlichen sein, solch eine Schule zu halten." 

FSL-Vater

 

"Es war großartig, soviele Persönlichkeiten zu erleben - Eltern-Neueltern-Schüler-ehemalige Schüler-Pädagogen - Toll war, dass genügend Zeit für die jeweiligen Einheiten eingeplant war. Nicht zu viel aber auch nicht zu wenig für Diskussionen." 

ehemaliger Schüler

 

"Es hat Spaß gemacht zu spielen." 

Kleinkind bei der Betreuung